Ben Stookesberry – Entdecker der wilden Flüsse.

21st century adventurer

Ben ist vermutlich der am weitesten gereiste Mensch der Welt. Zumindest wenn es um unbefahrene Flüsse geht. Der US-Amerikaner hat inzwischen 130 Erstbefahrungen auf sechs Kontinenten hinter sich.

Seine Leidenschaft ist es unbekannte Flüsse mit dem Kajak zu erforschen. Seit mehr als 20 Jahren sucht und findet der 40-Jährige neue Wege auf dem Wasser. In Papua Neuguinea navigierte er mit seinem Team als Erster die 13 Schluchten des Beriman River, aus dem tiefsten Dschungel bis zur Mündung in den offenen Ozean.

Eine besonders prägende Reise war seine Expedition auf dem 4.300 Kilometer langen Kongo, bei dem sein Expeditionspartner, der Südafrikaner Hendri Coetzee, das Leben verlor. Stookesberry wählt oft die besonders entlegenen Flüsse, denn sie sind noch gänzlich unerforscht. Der Weg dorthin ist nicht selten ein genauso großes Abenteuer wie die Fahrt auf dem Fluss. Immer wieder muss Stookesberry sein Kajak steile Hänge hinaufhieven oder von Felskanten abseilen. Tagelange Märsche durch den Busch mit dem Kajak im Schlepptau, echte Kletterpartien in rauschende Schluchten und teils monatelanger Verzicht auf jeden Komfort – es gibt kaum etwas, das Ben Stookesberry davon abhält, unberührte Stromschnellen und neue Flusswendungen zu entdecken.

Für die Expedition „Into Twin Galaxies“ auf Grönland machte er sich sogar auf die Suche nach einem Fluss, den es vielleicht gar nicht gibt: Nur aufgrund von Satellitenbildern navigierte er mit seinen Expeditionspartnern Sarah McNair-Landry und Erik Boomer 1000 Kilometer durch die grönländische Eiswüste. Eine Reise ins Ungewisse ganz im Sinne des Abenteuers – auch nach zwei Jahrzehnte voller Entdeckungsdrang zieht das Unbekannte Stookesberry magisch an, vor allem wenn es fließt.

„Es gibt kein Gefühl wie dieses: Auf dem Fluss lebt man ganz im Moment.“Ben Stookesberry, Expeditionskajaker

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