Tamara Lunger – Alpinistin mit Intuition.

21st century adventurer

Die Südtiroler Alpinistin ist ein wahres Kraftpaket, physisch und psychisch. Die 33-Jährige liebt und lebt die Extreme sowohl in der Natur als auch in ihrem Naturell. Mit Simone Moro hat sie einen Seilpartner gefunden, der einst ihr Mentor doch inzwischen Expeditionspartner auf Augenhöhe ist.

Tamara Lunger hat sich schon früh in ihrer Karriere bewiesen. Als jüngste Frau stand sie mit 23 Jahren auf dem Gipfel des Lhotse (8.516 m). Den zweithöchsten Berg der Welt K2 (8.611 m) bestieg sie ohne zusätzlichen Sauerstoff. Für Lunger sind die Berge ein Ort, an dem sie sich herausfordert und genau deshalb ganz bei sich ist.

„Sie kann der glücklichste Mensch der Welt sein, weil sie auch der traurigste Mensch der Welt sein kann.“
Simone Moro, Alpinist

Hier kommt es im entscheidenden Moment nicht nur darauf an, Leistung zu zeigen, sondern auch auf die eigene Intuition zu hören. Als sie im Winter 2016 am Nanga Parbat (8.126 m) kurz unterhalb des Gipfels umkehrt, ist es eine Bauchentscheidung, die ihr vermutlich das Leben gerettet hat. Die Höhepunkte lebt Tamara Lunger in ihrer Karriere genauso wie die Tiefpunkte. Darin liegt eine große persönliche Stärke, die auch Triebfeder für neue Abenteuer ist. Ihr sportlicher Ehrgeiz treibt sie auch nach gesundheitlichen Rückschlägen an: 2017 wagte sie sich mit Simone Moro an die Kangchendzönga Traverse im Himalaya.

„Ich leide allgemein schon recht gern. Das ist ein Teil meiner Persönlichkeit.“ Tamara Lunger, Alpinistin

1/3